Bushido Biografie: Leseprobe
Geschrieben von: pasu   
Samstag, 26. Juli 2008 um 11:50

Als "Biografie des Jahres" angekündigt soll ab 8. September Bushidos erstes Buch Auskunft geben über die verkorkste Beziehung zu seinem Vater, seine angeblichen Verbindungen zur Mafia, seine Zeit im Gefängnis und seine erste große Liebe.

Bislang hatte er Angebote für eine Biografie mit der Begründung abgelehnt, dass seine Erlebnisse "oft so ungeheuerlich" waren, dass man ihm wohl nicht geglaubt hätte. Eine erste Leseprobe des in Zusammenarbeit mit seinem PR-Berater Lars Amend entstandenen Buchs steht seit dieser Woche online.

(...) Ich hatte endgültig genug. Ich war zwar der Meinung, dass man seine Probleme innerhalb der Familie regeln sollte, aber wenn die Familie nicht mehr zusammenhält, muss man sich eine andere Lösung überlegen. Ich hatte auch immer zu meinem Freund Hamoudi gesagt, dass es mit Aggro Berlin keine Probleme gäbe, weil ich bis zum Schluss an ein gutes Ende glaubte. Doch als ich die zwei Jahre noch einmal gedanklich Revue passieren ließ, verlor ich auch diese Illusion. Hamoudi schlug vor, einmal mit seinem Cousin Arafat zu reden. Vielleicht würde ihm ja etwas einfallen, um beide Seiten an einen Tisch zu bekommen und sich doch noch gütlich zu einigen. Ich willigte ein. Was hatte ich schon zu verlieren?

Hamoudi machte einen Termin mit Arafat und nahm mich am nächsten Tag mit ins Café Al Bustan in die Katzbachstraße 30 nach Kreuzberg. Als kleines Kind war ich oft daran vorbeigegangen, hatte beobachtet, wie diese Männer Wasserpfeife rauchten, ihre Geschäfte machten und immer unter sich blieben. Das Café ist in Berlin eine Legende. Dort kann man nicht einfach hereinspazieren – obwohl, man kann schon, die Frage ist nur, ob man auch wieder herauskommt. Scheiße, war ich aufgeregt.

Wir verabredeten uns für 20 Uhr. Es war Anfang Juni und die Luft war angenehm warm. Als ich das Café betrat, klopfte mein Herz schneller als sonst, aber als ich Hamoudi in der Ecke sah, atmete ich kurz durch und ging auf ihn zu. Neben ihm saß Arafat. Wir gaben uns die Hand. Die Leute neben ihm am Tisch standen auf und setzten sich in die andere Ecke des Raumes. Hamoudi bestellte Tee und ich begann in aller Ausführlichkeit, meine Geschichte zu erzählen – den ganzen Abend lang.

Arafat saß da, rauchte Wasserpfeife und stellte permanent Fragen. Er wollte sich eine eindeutige Meinung von der Situation verschaffen. Arafat ist ein sehr fairer Mann. Hätte ich ihm Blödsinn erzählt oder mich in Widersprüche verwickelt, hätte ich zwei, drei Schellen kassiert und wäre in hohem
Bogen aus dem Café geflogen.

Als ich mit meinem Vortrag fertig war, klopfte mir Arafat auf die Schulter und sagte, dass es selbstverständlich sei, mir zu helfen. Das wunderte mich zuerst, aber später erkannte ich, wie dieser Mann dachte: Wenn Unrecht passiert, wird geholfen. Dafür musste man nicht direkt zur Familie gehören, es reichte schon, einfach nur korrekt zu sein. Und diese Eigenschaft sah er wohl in mir. Arafat hätte sich der Sache auch nie im Leben angenommen, nur um seinem Cousin Hamoudi einen Gefallen zu tun. Nicht, wenn ich nicht im Recht gewesen wäre. Genau aus diesem Grund, weil Arafat immer fair bleibt, werden er und seine Familie in Berlin auch so respektiert. Außerdem hatte er weder mit mir noch mit Aggro Berlin etwas zu tun. Zu der Zeit war auch noch nicht abzusehen, dass aus Bushido mal ein richtiges Geschäft werden würde. Abgesehen davon, sprach ich dort mit Arafat Abou-Chaker, einem der mächtigsten und berüchtigtsten Männer Berlins, der ganz andere Geschäfte mit ganz anderen Summen am Laufen hatte.

Einige Tage später, am 13. Juni, einem Sonntag, fand im Kreuzberger Stadthaus Böcklerpark der Maxim R.I.P. Memorial Jam statt, eine Party zu Ehren des legendären Berliner Hip-Hop-Aktivisten Maxim. Er war ein sehr guter Freund von mir. Alle waren gekommen: Kool Savas, Harris, Sido, BTight, Killerhakan, Fuat, Azra, Bektas, Fu-Man-Schu, Chablive, DJ Derezon, im Prinzip die ganze Berliner Hip-Hop-Szene. Arafat, der Maxim noch aus früheren Tagen kannte, war auch da und fragte mich noch einmal, ob es in der Zwischenzeit Neuigkeiten in der Aggro-Berlin-Sache gäbe. Als ich verneinte, sagte er, dass wir die Angelegenheit morgen ein für alle Mal aus der Welt schaffen würden. Am nächsten Mittag fuhren wir zu zweit ins Aggro-Büro. Ich klingelte (...)

Quelle: kingbushido.de

Kommentare (6)add comment

nadine said:

ich hab das buch schon ganz gelesen und ich mag es... bushido du bist der hamma
 
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November 13, 2008
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www.myspace.com/jasko89 said:

woher wisst ihr dass das gelogen ist?? genau so wenig wisst ihr ob es stimmt...also redet hier kein sinnloses zeug wie schwuchtel dies das..
peace
 
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August 01, 2008
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tomster said:

achja immer diese scarface-fans....
 
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Juli 28, 2008
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majae said:

Hollywood und nichts anderes. Der Typ oder seine Presseberater haben einfach zu viele Filme geguckt.
 
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Juli 27, 2008
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bushi said:

Es gibt zwei Möglichkeiten!!!

1) Die Storys sind reine erfunden

ODER ABER

2) Der Presseberater von Bushido ist so dumm daß er Namen und Tathergänge erwähnt daß es zum Himmel schreit.

Ich sag nur tolle Story, geile Presse und wann kommt Marvel um es zu verfilmen?
 
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Juli 27, 2008
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Bass Sultan Hengzt said:

Schwuchtel bis zum geht nich mehr !
 
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Juli 27, 2008
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