Melbeatz, Favorite, Sera Finale, Casper über Optiks Ende
Geschrieben von: redaktion   
Donnerstag, 14. August 2008 um 22:14

Mit Bestürzung und Überraschung bis hin zur Trauer wurde die Schließung von Optik Records aufgenommen. Inzwischen haben sich zahlreiche prominente Vertreter der deutschen Rap-Szene zu Wort gemeldet.

"Savas weiß am besten was er macht", ist sich Selfmades Favorite sicher, "er wird seine Gründe und viel um die Ohren haben." Als Rapper habe man in der Regel eh nicht die Zeit, noch ein eigenes Label zu führen. "Das haben wir an Slick gesehen", sagte Fav bezogen auf den Selfmade-Geschäftsführer, "er würde auch gerne zwischendurch mal rappen, aber er kommt nicht mehr dazu."

Optikvision war nicht mehr was sie sein sollte - Melbeatz

"Das ist auf jeden Fall eine sehr traurige Sache", sagte Optik-Hausproduzentin Melbeatz. Beim gemeinsamen Treffen in Berlin habe eine sehr "bedrückte Stimmung" geherrscht, es sei ein "sehr trauriger Augenblick für alle Beteiligten", aber kein Grund den Kopf hängen zu lassen: Alle Künstler werden der Musik treu bleiben.

Schon nach dem Weggang von Eko und Valeska sei der ursprüngliche Gedanke von Optik Records nicht mehr derselbe gewesen. "Natürlich hatte ich gehofft", sagte die Produzentin, "dass die Reise mit Optik ein Ende hat und endlich angekommen zu sein, aber so läuft es halt." Für die Zukunft kündigte sie ein neues Album an, evtl. als Free Download.

Existenz sichern von dem was einen glücklich macht - Sera Finale

Sera Finale von I Luv Money Records, der beiläufig von der Schließung erfuhr, findet diese "natürlich schade". Auf der anderen Seite dürfe man sich "nichts vormachen": "Es gibt so viele Rap-Acts die sagen, sie hätten 20.000 verkauft, und in Wirklichkeit sind es nur 2100." Das größte Problem sei inzwischen das fehlende Gleichgewicht. "Man kann nicht sein ganzes Herz auf die eine Seite der Waagschale legen", so Sera, "wenn auf der anderen Seite nur Luft ist."

"Für euch ist es einfach", gab er Käufern und Fans direkt zu bedenken, "ihr investiert 13 Euro und sichert damit die Existenz von dem was euch glücklich macht." Optik Records wäre eine Plattform für viele Leute gewesen, die etwas auf die Beine gestellt haben. "Was soll ich sagen", gab er sich sprachlos, "alles geht den Bach runter. So wie Staiger es neulich gesagt hat: Rap ist tot. Was will man machen."

Independent Label haben sehr viel beigetragen - Abroo

Abroo von Plattenbau Ost ist sicher, dass sich in Zukunft die Spreu vom Weizen trennen werde. "Leute die wirklich Bock drauf haben, werden rein investieren, auch wenn sie wissen, dass sie mit Musik keinen Reibach machen können." Diese Leute würden Musik schlichtweg aus Spaß machen, "und haben vielleicht sogar noch was zu sagen." Gerade Independet Label hätten extrem viel zum deutschen Rap beigetragen, Majors hingegen nur "ganz wenig". Wer gute Musik hören will, müsse auch dafür bezahlen, stellte er klar. "Man geht ja auch nicht mit 50 in eine Galerie und fragt, wo man sich die Bilder runterladen kann."

Sektenmuziks Alpa Gun glaubte die Meldung zunächst nicht und ist ebenfalls enttäuscht: "Ich dachte das wären noch die einzigen die mithalten könnten. Ercandize, Caput, die waren echt gut."

"Wegen dem Ende von Optik Records das komplette Independent-Geschäft in Frage zu stellen ist kompletter Quatsch", kritisiert hingegen Casper von 667. Wie man etwa an Selfmade Records sehe, würde der Markt "nicht kriechen".

Quelle: 16bars.de, hiphop.de

 

Kommentare (3)add comment

majae said:

Seh ich auch so. Früher hat auch keiner - weder in USA noch in Deutschland - Musik gemacht um damit Geld zu verdienen. Und so sollte es eigentlich auch sein. Wer Musik macht mit der Motivation damit reich zu werden, wird keine gute Musik machen können.
 
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August 15, 2008
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andere meinung said:

wenn kinder schon in nder mentalität aufwachsen nimm dir was du kriegen kannst und geiz ist geil, dann wunderts doch nicht wenn sie alles runter laden. CDs kosten immer noch 15 euro, obwohl die verkäufe seit jahren zurück gehen und der rap kuchen ist noch der kleinste von allen genres. alle sollten wegkommen vom dem gedanken mit musik unbedingt geld verdienen zu müssen und das lieber als hobby betreiben, ohne die aber zu vernachlässigen. dann werden sie auch erfolge haben und dann ist auf der anderen seite der schale nicht mehr nur luft. ständig lese ich nur ich ficke diesen, ich ficke jenen. jetzt ficken die hörer die künstler selber. so haben sies doch gelernt.
 
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August 15, 2008
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forestfunk said:

die haben doch alle nur noch ihre scheiss kohle im kopf, da kann auch nur scheise raus kommen.

wollt ihr geld verdienen macht stumpfe unterhaltung für die dumme breite masse

das melbeats ihr album evtl. zum freedownload bereitstellen will, find ich ne krasse reaktion
das hat style!
 
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August 15, 2008
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