Olli Banjo hat es wieder getan und präsentiert den dritten Teil seiner Sparring-Reihe. Ob die Vorschusslorbeeren begründet sind, wollten wir herausfinden, und haben "Sparring 3" aufgelegt.
Autor: Markus Giebfried Und wie bei den beiden Vorgängern, steht auch Nummer drei für nicht viel weniger als technisch außergewöhnlich guten Rap, straighte Beats und eine hochklassig handverlesene Featureauswahl. Wie bereits im Vorfeld vielerorts zu lesen war, hat der gebürtige Heidelberger für seinen neuesten Streich nicht nur befreundete Rapper als Sparringspartner ausgewählt. Diesmal durften auch Kollegen aus der nächsten Generation wie Maeckes & Plan B, F.R., Laas, K.I.Z., Kurt Hustle oder Marteria ihr Können unter Beweis stellen. Dass diese nicht zu unrecht Fame genießen, ist etwa auf “16 Takte Schwachsinn“, “Der Auftrag“, “Wie schön“ oder “Zwischen Genie und Wahnsinn“ mit einem unglaublichen gut aufgelegten F.R. nachzuhören. Gleiches gilt für den ehemaligen Stammtischler Laas, der auf “Unmöglich II“ eine mehr als würdige Samy Deluxe Nachfolge antritt. Ebenfalls überdurchschnittlich fallen die Beiträge der alten Hasen aus, darunter Künstler wie Kool Savas, Jonesmann, Curse, Planet Asia oder Tone, der sich mit seinem Part ohne Frage eine der Bestnoten verdient. Dass nicht jedes Feature rockt, ist bei satten 21 Gästen dann doch nicht von der Hand zu weisen. Ausschläge nach unten gibt es beispielsweise von Gregpipe mit einem höchst durchwachsenen Vortrag, und auch B-Tight wirkt zwischen den vielen erstklassigen Spittern auf verlorenem Posten. Der Gastgeber selbst knüpft nahtlos an bisherige Vorstellungen an. Ob alleine oder im Kollektiv. Ob nachdenklich (“Kidz“), ernst (“Amoklauf“) oder humorvoll (“16 Takte Schwachsinn“). Olli weiß wie er was zu tun hat und so schafft er es auch diesmal in gewohnter Manier sowohl mit lustigen als auch kritischen Tönen zu überzeugen. Und obwohl unter den 22 Tracks leider kein “10 km und mein Walkman“ dabei ist, hinterlassen doch einige Songs auch über die erste Euphoriewelle hinaus noch nachhaltig Eindruck. In musikalischer Hinsicht gibt es ebenfalls wenig Grund für Schelte. Manche Nummer hätte zwar in Bezug auf die Beats und die Arrangements mehr Abwechslung vertragen können, schwächere Momente werden aber durch erstklassige Stücke wie die Instrumentierung für “Denkmal“ oder “Revolution“ ausgeglichen. Das Lob für den besten Beat geht allerdings nicht an einen deutschen Produzenten. Denn was die Heatmakerz bereits 2003 für Juelz Santana abgeliefert haben, klingt fünf Jahre später immer noch richtig groß und verhilft “Luke Skywalker“ zu einem der Killertunes der Platte. Am Ende bleibt die Gewissheit, dass es Olli Banjo wieder geschafft hat, sich und die meisten seiner Gäste zu Höchstleistungen anzutreiben. Bis auf die eine oder andere Schwachstelle bekommt der Hörer einmal mehr Rapmusik per excellence geboten. „Sparring 3, ultimativer Rap.“ 01. Intro 02. Sparring III Theme feat. Jasmin Shakeri 03. Denkmal feat. Kool Savas, Caput & Moe Mitchell 04. Hoch Uff Die Box feat. K.I.Z. 05. Unmöglich Pt. II feat. Laas Unlimited 06. Boxring feat. B-Tight 07. Ich Geh Boxen 08. 16 Takte Schwachsinn feat. Maeckes & Plan B 09. Graffiti & Rap 10. Kidz 11. Ich Fliege Über Deutschland feat. Gregpipe 12. Luke Skywalker 13. Viel Zu Klärn' feat. Jonesmann 14. Nur Für Euch feat. Lisi 15. Kollabo Des Todes feat. Tone 16. Zwischen Genie & Wahnsinn feat. F.R. 17. Der Auftrag feat. Marteria 18. Amoklauf feat. Curse 19. Revolution feat. Planet Asia 20. Wie Schön feat. Huss & Hodn 21. Abgetaucht feat. PMA & Mädness 22. Wer? feat. Manolito Mengele & DJ Flow www.olli-banjo.de www.myspace.com/schizogenie
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